FESTIVAL inklusive THEATER 2020

Geschrieben von ÖBV Theater am in Blog

Festival inklusive Theater 2020
Innsbrucks und Tirols 3. Festival für inklusives
Theater, Musik und Tanz
2. bis 4. Dezember 2020
BRUX/Freies Theater Innsbruck
Veranstalter: spectACT – Verein für politisches und soziales Theater
Mitveranstalter: ÖBV Theater, Theater Verband Tirol, BRUX – Freies Theater Innsbruck

Beschreibung:
Das „Festival inklusive Theater“ findet nach 2016 und 2018 zum 3. Mal statt und zeigt exemplarisch vorbildliche und professionell erarbeitete Theaterprojekte mit Menschen mit Behinderung aus Tirol, Südtirol, Sachsen und der Steiermark. Hinzu kommen Tanz-performances und Musik, ebenfalls inklusiv erarbeitet und dargeboten. Es gelingt uns damit eine grenzüberschreitende (Landes- und Staats¬grenzen, Genregrenzen, Grenzen in den Köpfen) Begegnung und einen Austausch im Bereich Kunst und Kultur von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.

Nachdem bei den ersten beiden Festivals eine klar gesellschaftspolitische Ausrichtung (Präsentation des Legislativen Theaterprojekts zur partizipativen Miterarbeitung des neuen Tiroler Teilhabegesetzes 2016 sowie Liveschaltung zur Verleihung des Inklusions-preises 2018) gegeben war, wollen wir dieses Mal möglichst breit angelegt auf die Situation von und das Angebot von und für Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen.

Kooperation und Unterstützung:
Deshalb laden wir zur Beteiligung, Kooperation und Unterstützung des „Festivals inklusive Theater“ ein. Folgende Möglichkeiten sind uns dazu eingefallen:
• Organisationen, Vereine, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen sind eingeladen auf ihre Anliegen – gerne kreativ – aufmerksam zu machen.
• Organisationen, Vereine, Institutionen, Initiativen sind eingeladen auf ihre Projekte und Angebote durch Folder, Flyer, Broschüren etc. aufmerksam zu machen.
• Betriebe und Unternehmen sind eingeladen, ihre Angebote und Produkte zu präsentieren.
• Alle sind eingeladen sich die Vorstellungen und Darbietungen anzuschauen, diese Einladung weiterzuleiten und dadurch das Festival zu unterstützen.
• Gerne nehmen wir weitere Anregungen und Vorschläge entgegen.
Alle Wünsche und Ideen diesbezüglich bitte an: armin.staffler@spectACT.at
Eine finanzielle Unterstützung ist durch freiwillige Spenden möglich (Der Eintritt ist grundsätzlich frei!) oder durch den Kauf einer Hand- und Körpercreme von LUSH. (Mehr dazu auf der letzten Seite.)


Rückblick anhand von Stimmen aus dem Publikum von 2018:

(Ich) gratuliere euch zu dem tollen Festival. (…) was ich erlebt hab, hat mich sehr beeindruckt. Ich fand den organisatorischen Aufbau und die inhaltliche Ausrichtung sehr gelungen und war wirklich total beeindruckt (…). Es war schön wieder ganz andere Menschen im BRUX anzutreffen und auch das Verhältnis von Gastspielen von außerhalb und lokalen Gruppen fand ich gut, ebenso wie die Aufforderung zur Vernetzung, ins Gespräch zu kommen.
Alles Gute, Michaela Senn (Vize-Obfrau im BRUX, Performance, Regie, Text, interdisziplinäre Kunst)

Vielen Dank für diesen einzigartigen Abend. Nicht nur mir sondern auch meiner Frau hat das Stück sehr gut gefallen und es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich (…) würde einen Besuch jedem empfehlen. (…) Nachdenklich, amüsant, bewegend, einfühlsam und wertvoll… sind die Worte, die mir dazu einfallen. Alles Gute und bitte weiter so! Beste Grüße,
Wolf Grünzweig (Referent – Koordinator des Behindertenbeirates der Stadt Innsbruck)

Ich wollte mich herzlich bedanken für die Ausrichtung des „Festival inklusive Theater 2018.“ Nicht nur mich haben die Auswahl und die Darbietungen begeistert und sehr berührt, auch meine Begleiter*innen. Und ich würde dich auf jeden Fall bitten, die Mühen nicht zu scheuen und nächstes Jahr, spätestens übernächstes wieder das Festival zu organisieren. (…) Beim Festival erlebe ich als Zuschauer durch die unverstellten, leidenschaftlichen und klaren Ausdrucksformen eine Katharsis, wie ich sie derart in keiner anderen Theaterform erleben konnte/kann. (…) Nicht nur als Schauspieler und Regisseur, als Mensch bin ich in Herz und Seele bewegt. Alles Gute!
Nik Neureiter (Vorstandsmitglied im BRUX und Schauspieler/Regisseur)

Ein Bericht zum Festival 2018 findet sich unter: http://www.spectact.at/files/articles/projekte/Rueckblick_-_Festival_inklusive_Theater_2018.pdf
Die Bitte nach einem „Weiter so!“ versuchen wir heuer mit einem sorgfältig kuratierten und um einen Tag ausgeweiteten Programm zu erfüllen.


Vorläufiges Programm für 2020
Mi (2. Dezember 2020) 11:00 Uhr: „Kein Päckchen für Sando“ (Mezzanin Theater, Graz)
18:00 Uhr: „Wiedersehn in Afghanistan“ (spectACT, Innsbruck)
19:00 Uhr: „Kein Päckchen für Sando“ (Mezzanin Theater)
20:00 Uhr: POWERband Tirol, Landeck
Do (3. Dezember 2020) 19:00 Uhr: „Sommernachtstraumschiff“ (3nsemble 23, Leipzig)
20:15 Uhr: Danceability, Innsbruck
Fr (4. Dezember 2020) 18:00 Uhr: „Wiedersehn in Afghanistan“ (spectACT, Innsbruck)
19:00 Uhr: „Ulli Ullmann“ (Transitheart Productions, Linz)
20:30 Uhr: InnTango, Innsbruck


Zu den einzelnen Produktionen/Beiträgen
„Kein Päckchen für Sando“ / Mezzanin Theater (Graz)
Eine berührende Geschichte über Ausgrenzung und Migration, spannend und feinfühlig erzählt.
Könnte der große Aktenschrank im „Amt für nicht zustellbare Postsendungen“ reden, dann hätte er einiges zu erzählen. Besonders nahe geht ihm das Schicksal des zehnjährigen Sando, der sein Päckchen nicht bekommen hat, weil seine Oma auf dem Weg zur Post verunglückt ist. So will er sich allein zu seinen Eltern in Österreich durchzuschlagen. Doch der Weg durch Rumänien ist lang und er muss einige Hürden überwinden. Mit Einfallsreichtum und der Hilfe der Damen vom Amt versucht der Aktenschrank die Geschichte von Sando zu einem guten Ende zu führen.

„Sommernachtstraumschiff“ / 3nsemble 23 (Leipzig)

Soweit ist es gekommen. Nirgends waren sie erfolgreich. Alle Versuche sind gescheitert, die Bühnen zu erobern. Als letzte Chance lassen sich die Schauspieler von 3nsemble 23 als Unterhaltungstruppe für eine Kreuzfahrt buchen. Doch wie begeistert man das Publikum, wenn man sich für Versager hält? Man klaut den Erfolg eines anderen. Shakespeare! Shakespeare verspricht Erfolg. Der Erfolg dieses Autors wird auch den stotternden Karrieren der Schauspieler von 3nsemble 23 auf die Sprünge helfen. Und dafür sagt 3nsemble 23 zum satten Kreuzfahrtpublikum: Wir spielen, was ihr wollt von Shakespeare!

 

„Ulli Ullmann“/ Transitheart Productions (Linz)
Es geht um Sehnsucht und um die Geschichte der Ulli Ullmann, um eine Frau im Rollstuhl und die Frage, was Begehren ist. Die Sehnsucht nach dem Begehren der anderen, der endlosen Frage des Gefallens und der Überwindung von Grenzen, Einschränkungen und Normen. Die Idee für dieses Tanzprojekt entstammt aus dem Alltag Ulli Ullmanns und ihren Erfahrungen mit den Themen Sexualität und Erotik. Die Herangehensweise und Dramaturgie basiert dabei auf Gesprächen mit der „Rollstuhl¬fahrerin“ Ulli Ullmann und deren individueller Auseinandersetzung mit diesem Thema, das in viel tiefere zwischenmenschliche und gesellschaftliche Schichten greift und Fragen von enormer Aktualität, zu Begierde, Weiblichkeit und Ästhetik aufwirft.

„Wiedersehn in Afghanistan“ / spectACT
Diese Eigenproduktion, die von den beiden Mitorganisator*innen Julia Vindl und Roman Wegmann gemeinsam mit einer Gruppe von Menschen mit Behinderung erarbeitet werden wird, wird beim Festival seine Premiere feiern.

Foto: „Wir lassen uns nicht behindern“ (2018)

DanceAbility (Innsbruck)

Dance Ability macht Tanz für alle Menschen möglich, unabhängig von deren Einschränkungen, und ist somit eine integrative Tanzmethode, die Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen bringt.
Dance Ability ist eine Methodik bzw. Philosophie des kreativen Ausdruckstanzes basierend auf Improvisation und Kontaktimprovisation. Dies bedeutet Tanzen ohne vorgegebene Formen, mit eigenen Bewegungen, in eigener Zeit und mit eigenem Ausdruck.

InnTango (Innsbruck)
Wir möchten auch in Innsbruck für Menschen mit Behinderung die Möglichkeit schaffen, Tango tanzen zu lernen. Der Verein InnTango möchte im Bereich „Tango tanzen“ die Inklusion leben. Erhofft wird, Hemmungen und Ängste gegenüber dem Unge¬wohnten in der Gesellschaft ein Stück weit abzubauen und Menschen mit Behinderung neue Wege zu öffnen. Wir können voneinander so viel lernen!

POWERband Tirol (Landeck)

2011 wurde die Inklusionsband von dem Imster Musiker, Jazz- und Sozialpädagogen Christoph Heiß gegründet. Bald schon wurde das Potenzial der Inklusionsband erkannt und es können bis heute musikalische Highlights wie der Auftritt beim TschirgArt Jazzfestifal als Support von Al Jarreau, Jazzsessions mit renommierten Jazzmusiker*innen und eine Vielzahl von unterschiedlichsten Auftritten verzeichnet werden. Dazu gehören beispielsweise der Life Award in Innsbruck, die Damen-WM St. Anton, das Behinderten-sportevent RollRinn, Auftritte bei Licht ins Dunkel im ORF Studio, ein Auftritt beim internationalen Symposium einer inklusiven Musik- und Tanzpädagogik in Innsbruck etc.
2017 wurde der POWERband TIROL der Engelbert Stenico Kulturpreis der Stadt Landeck aufgrund der Verdienste um Inklusion verliehen.

Rundherum
Ergänzt und komplettiert wird das Festival durch ein Catering des Dinner Club Innsbruck (vom Verein zur Förderung des Integrationshauses der Diözese Innsbruck) sowie hoffentlich zahlreiche Kooperationen mit Initiativen aus dem Bereich Inklusion in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Das „Festival inklusive Theater 2020“ unterstützen
und anderen oder sich selbst eine Freude machen!
• Eine hochwertige Hand- und Körpercreme von LUSH (ohne Tierversuche,
„Eine Creme mit zartem, blumigem Duft, die nicht nur der Haut Gutes tut.“)
für 5.- €
• Der Gesamterlös kommt dem „Festival inklusive Theater“ zu Gute
• Entweder als Geschenk (Nikolaus! Weihnachten!!!) für Ehrenamtliche,
die Belegschaft, Freundinnen oder Freunde …
• … oder einfach für sich selbst.
Einfach ein Mail mit der gewünschten Anzahl bis 25. November 2020 an armin.staffler@spectACT.at und entweder während des Festivals im BRUX abholen oder sich vorbeibringen lassen!

Im Namen des Planungsteams und aller Beteiligten bedanke ich mich bereits an dieser Stelle (fürs Lesen bis zum Ende) und freue mich auf Rückmeldungen, Zusagen, Angebote, Ideen oder auch Fragen von Dir/euch/Ihnen!

DANKE und die besten Grüße,

Mag. Armin Staffler
Obmann „spectACT – Verein für politisches und soziales Theater“
c/o Haus der Begegnung
Rennweg 12
6020 Innsbruck
ZVR-Zahl: 398841684

Das „Festival inklusive Theater“ wird gefördert und unterstützt von:

Brux – Freies Theater Tirol

Theaterverband Tirol

ÖBV Theater

 

 

 

 

Covid – Veranstaltungsverbote und Bedingungen für Veranstaltungen – Stand 13.09.2020

Geschrieben von ÖBV Theater am in AKTUELL

Für Kunst- und Kulturveranstaltungen gelten strikte Vorgaben betreffend Anzahl der Teilnehmer*innen und Sicherheitsmaßnahmen.

Bitte immer die Bestimmungen der  COVID-19-Lockerungsverordnung einhalten und die jeweiligen Novellen beachten – bei Unklarheiten immer mit den Vertretern eurer Gemeinde in Verbindung setzen.

 

Gemäß 10. COVID-19-LV-Novelle gilt ab 14. September:

Maximale Besucher*innenzahl bei …

  • Veranstaltungen im Freien ohne zugewiesene gekennzeichnete Sitzplätze: 100
  • Veranstaltungen im Freien mit zugewiesenen gekennzeichneten Sitzplätzen: 1.500
  • Veranstaltungen in Räumen ohne zugewiesene gekennzeichnete Sitzplätze: 50
  • Veranstaltungen in Räumen mit zugewiesenen gekennzeichneten Sitzplätzen: 3.000

Für Workshops, Schulungen, Kurse etc. gelten die Regelungen für Veranstaltungen. Kann aufgrund der Eigenart einer Schulung, Aus- und Fortbildung der Mindestabstand nicht eingehalten werden oder kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, sind andere geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.

Vortragende und Teilnehmer*innen müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie sich auf ihren Plätzen aufhalten (gilt zumindest bis 30. September).

Für Mitwirkende an künstlerischen Darbietungen und Proben gelten die Bestimmungen für Orte der beruflichen Tätigkeit (§ 3 COVID-19-Lockerungsverordnung): Mindestabstand 1 Meter oder andere geeignete Schutzmaßnahmen (z. B.: Mund-Nasen-Schutz, Schutzwände, Plexiglasscheiben etc.) Es können auch organisatorische Maßnahmen getroffen werden wie das Bilden von fixen Teams/Ensembles, in denen immer dieselben Personen zusammenarbeiten und die Ansteckung somit überschaubar und rückverfolgbar bleibt. Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion bei einem Mitglied eines solchen fixen Teams/Ensembles sind in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jeder Probe oder jedem Auftritt alle Beteiligten einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen von SARS-CoV-2 zu unterziehen (§ 8 Abs 3 letzter Satz COVID-19-Lockerungsverordnung).

Ab 1. Oktober gibt es je nach Farbe der „Corona-Ampel“ Einschränkungen bei Veranstaltungen.

Kurzbericht: Zur Theaterfreien Zeit …

Geschrieben von Mona Egger-Grabher am in Blog

… oder: gemeinsam durch die Zeiten, in denen die Bühnen unbespielbar waren!

Und dann waren plötzlich die Theater alle zu. Die professionellen ganz spektakulär mit Pressekonferenzen und starken Nachrichten. Die Amateurtheater still und quasi heimlich. Auf den facebook-Seiten der Gruppen, auf den Homepages der Amateurbühnen konnte man die Hiobsbotschaften lesen: „ABGESAGT“, „Leider müssen wir euch enttäuschen…“, „Die Karten werden zurückgenommen.“, „Vielleicht im nächsten Jahr..“ und vieles mehr …

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